Nachhilfe für Kinder

10 Hausaufgaben-Tipps

10 Hausaufgaben-Tipps

Versuch es erst einmal allein!

Wenn du nicht weiterkommst, darfst Du mich gerne rufen. So ermuntern Sie ihr Kind selbstständig zu arbeiten.

Erklär mir bitte die Aufgaben!

Während der Erklärung kommt ihr Kind vielleicht selbst auf den Lösungsweg.

Wobei hast du Schwierigkeiten?

Oft nennt das Kind andere Schwierigkeiten als Sie vermutet hätten. Wenn es jedoch den ganzen Lerninhalt nicht versteht, sollten Sie die Arbeit abbrechen und mit dem Lehrer sprechen, oder ihm ein Vermerk ins Heft schreiben.

Hast Du eine ähnliche Aufgabe nicht schon mal gelöst?

Jetzt geben Sie ihm die Chance, selbst nachzuschauen oder zu vergleichen. Das hast du sicher vergessen. Schließen Sie gemeinsam kleine Gedächtnis- oder Wissenslücken. Das ist aber auch schwer verständlich Manchmal hilft es schon, die Aufgabe in einfache Worte zu formulieren, um sie besser zu verstehen.

Geh Schritt für Schritt vor!

Oft brauchen Sie nur den ersten Schritt zu nennen und das Kind erläutert selbst, welches die nächsten Schritte sind.

Bis jetzt machst du das toll!

Loben Sie ihr Kind (insbesondere bei umfangreichen Aufgaben) zwischendurch. Zeigen Sie ihm, welche Teilergebnisse es bereits erzielt hat.

Sicher kannst du die Aufgaben schon selbst kontrollieren!

Geben Sie ihrem Kind die Chance, seine Fehler selbst zu entdecken und zu verbessern. Dann fühlt es sich wohler und wird selbständig.

Wunderbar hast Du das gemacht, ich freue mich!

Freuen Sie sich gemeinsam mit dem Kind. Denn liebevolle Anerkennung ist wertvoll, Geld oder Geschenke sind fehl am Platz!

Hausaufgaben sind Sache des Kindes

Eine übermäßige elterliche Hilfe bei den Hausaufgaben ist der Selbstständigkeit des Kindes abträglich, verringert seinen Stolz auf die eigenen Leistungen, bringt häufig unschöne Szenen in der Familie mit sich und führt außerdem in der Schule zu einem falschen Leistungsbild. Die Aufgabe der Eltern im Hinblick auf die Hausaufgaben besteht im Wesentlichen darin, günstige Arbeitsbedingungen zu schaffen, also für Ruhe, eine günstige Arbeitszeit und eine förderliche räumliche Situation zu sorgen. Bei jüngeren Kindern oder bei langfristigen Hausaufgaben kann es auch hin und wieder nötig sein, an die Hausaufgaben zu erinnern. Viele Kinder freuen sich darüber hinaus, wenn ihre Eltern Interesse an den gelernten Inhalten zeigen und auf Anfrage auch einmal mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Einige Kinder lehnen eine Einmischung der Eltern in ihre häusliche Arbeit dagegen gänzlich ab. Dies ist in der Regel durchaus in Ordnung, denn schließlich werden die Hausaufgaben in der Schule gestellt und auch dort kontrolliert. Selbstverständlich gibt es besondere Situationen. in denen Ihre Hilfe sinnvoll sein kann. Dies kann, abgesehen vom Schulanfang, beispielsweise während oder nach einer längeren Krankheit, nach einem Schulwechsel, nach einem Umzug oder bei einem bestimmten Thema möglich sein. Für solche Situationen sind die folgenden Hinweise gedacht.

Wie Sie Ihrem Kind bei den Hausaufgaben helfen können

Helfen Sie Ihrem Kind so wenig wie möglich. Oft genügt es schon, wenn Sie die Durchsicht der gemachten Hausaufgaben anbieten oder das Kind die vermeintlich schwierige Aufgabe in eigene Worte fassen zu lassen.

Versuchen Sie möglichst genau herauszufinden, wo das Problem des Kindes besteht. Erklären Sie nicht einfach alles, sondern nur genau jenen Punkt, der Schwierigkeiten macht.

Denken Sie sich in die Methode Ihres Kindes hinein. Es ist wenig hilfreich, wenn Sie Ihrem Kind zusätzlich Ihre eigene Methode beizubringen versuchen.

Sprechen Sie wenig, damit Ihr Kind ausreichend Gelegenheit zum Nachdenken erhält. Schreiben Sie nicht im Heft des Kindes, und bleiben Sie nicht ständig neben ihm sitzen. Ihr Kind kann es lernen, dass es bei Schwierigkeiten zu Ihnen kommen muss.

Die Entscheidung, ob die Hausaufgaben ausführlich und sorgsam genug angefertigt wurden, liegt bei Ihrem Kind und nicht bei Ihnen. Sie können zwar beispielsweise Ihre Unzufriedenheit äußern, doch sollte immer klar sein, dass Hausaufgaben Sache des Kindes sind.

Sind die Aufgaben zu schwierig oder zu umfangreich, so schreiben Sie bitte eine kleine Notiz und beenden Sie die Arbeit.

Wenn sich Ihr Kind wenig kooperationsbereit zeigt und Sie nicht mehr freundlich und geduldig bleiben können, so beenden Sie die Situation.

Geben Sie keine Zusatzaufgaben – es sei denn, Ihr Kind bittet Sie darum oder kann Ihren Aufgabenvorschlägen leicht etwas abgewinnen. Wenn die Hausaufgaben beendet sind, dann darf Ihr Kind auch tatsächlich aufhören. Buchtipp: Kohler,B. (2003): Hausaufgaben. Helfen – aber wie? Weinheim

 

Hausaufgabentipps

Hausaufgaben-Tipps für Eltern

Da von vielen Eltern Fragen zum Thema Hausaufgaben gestellt werden, habe ich versucht, zu immer wiederkehrenden Fragen Antworten und einige Tipps zusammenzustellen.

Zunächst einiges vorweg:

Alle unten genannten Aspekte basieren auf den rechtlichen Vorgaben und auf aktuellen pädagogischen Erkenntnissen.

Grundsätze und wichtige Anhaltspunkte für die Erledigung der Hausaufgaben:

Oft werden differenzierte Hausaufgaben gestellt. Das bedeutet, dass nach Umfang oder Anforderung nicht immer alle Kinder einer Klasse das gleiche aufhaben.

Hat Ihr Kind große Probleme mit der Bewältigung der Hausaufgaben, ist auf jeden Fall ein Gespräch mit der Klassen- oder Fachlehrerin nötig.

Soll mein Kind die Hausaufgaben gleich nach der Schule machen?

Das kommt auf die Konzentrationsfähigkeit und den Arbeitstyp Ihres Kindes an. Manche Kinder brauchen erst einmal Pause und müssen etwas gegessen haben. Generell gilt: Nur wache und satte (aber nicht „vollgegessene“) Kinder können sich wieder konzentrieren. Auch unerledigter Ärger ist kein guter Begleiter beim weiteren Lernen.

Es gibt aber Kinder, die wollen alles gleich erledigen. Wenn das gut klappt, ist es in Ordnung.

Auf jeden Fall das Trinken nicht vergessen!

Wie vermeide ich tägliche Diskussionen um das Thema Hausaufgaben?

Treffen Sie mit Ihrem Kind feste Vereinbarungen, wann (siehe oben) und wo die Hausaufgaben gemacht werden. Dabei sollte Ihr Kind auf jeden Fall mit entscheiden, wann und wo es ihm am leichtesten fällt, die Hausaufgaben zu erledigen.

Gibt es für das Kind wichtige Termine, sollten diese selbstverständlich berücksichtigt werden, so dass die Hausaufgaben auf später verschoben werden; ausfallen lassen sollte man sie jedoch nur im Notfall. Ihr Kind gewöhnt sich sonst schnell an „Ausnahmen“.

Was ist heute auf?

Bei uns in der Schule werden Hausaufgaben an einer festen Stelle an der Tafel notiert. Die Kinder sollen sie in ihr Hausaufgabenheft notieren. Akzeptieren Sie mit uns gemeinsam kein „Das kann ich mir merken!“ So lässt sich die Telefoniererei nach den Hausaufgaben vermeiden.

Wie lange soll mein Kind an den Hausaufgaben sitzen?

Hier gibt es zwar klare rechtliche Vorgaben, diese sind jedoch nur Richtwerte. Im 1. und 2. Schuljahr sollten die Kinder nicht länger als 1/2 Stunde daran sitzen, in den 3. und 4. Klassen kann es eine Stunde sein.

Nun gibt es Kinder, die viel während der Hausaufgabenzeit alle möglichen anderen Dinge tun. Pausen zwischendrin können übrigens sehr sinnvoll sein. Damit „verlängert“ sich aber selbstverständlich die Hausaufgabenzeit.

  • Sitzt Ihr Kind regelmäßig erheblich länger an den Aufgaben, so ist auf jeden Fall ein klärendes Gespräch mit der Lehrkraft nötig.
  • Verlieren Sie möglichst nicht die Geduld.
  • Manchmal müssen nur einige Bedingungen im Umfeld (s. unten) geändert werden.

Günstige Bedingungen für das Hausaufgabenmachen:

  • Ein fester Platz (das kann auch der Küchentisch sein)
  • Ein aufgeräumter Platz; alles, was nichts mit den Hausaufgaben zu tun hat, kommt weg!
  • Ruhe! Kein Radio, keine Kassette, kein eingeschalteter Fernseher im Raum!
  • Vorher besprechen, was alles zu tun ist.
  • Mit dem Leichteren anfangen.
  • Benötigtes Arbeitsmaterial vorher bereit legen, sonst wird zwischendrin gekramt.
  • Bitte auch etwas zu trinken bereitstellen.

Soll ich als Mutter oder als Vater ständig dabei sein?

Nein! Aber manche Kinder haben es gern, wenn die Mutter / der Vater in der Nähe ist. Die Lehrerin ist ja beim Arbeiten auch im Raum. Das Bedürfnis Ihres Kindes ist daher ganz normal. Sie müssen aber nicht neben Ihrem Kind sitzen. Sinnvoll ist es, wenn Sie zur gleichen Zeit selbst eine ruhige Tätigkeit in der Nähe ausüben.

Soll ich die Hausaufgaben nachschauen?

Nachschauen im Sinne der Vollständigkeit ist sinnvoll.

Auf einen oder wenige Fehler hinweisen ist ebenfalls sinnvoll.

Nicht sinnvoll ist es, zu korrigieren, wenn Ihr Kind viele Fehler macht. Das muss die Lehrerin unbedingt wissen, weil es zeigt, dass etwas noch nicht verstanden wurde.

Der Schule ist es wichtig, dass die Hausaufgaben von den Kindern, nicht von den Eltern, gekonnt wurden.

Was ist, wenn mein Kind nicht versteht, was es tun soll?

Sie als Eltern sind keine Nachhilfelehrer! Falls die Lehrerin bisher noch nicht gemerkt haben sollte, dass Ihr Kind etwas Grundsätzliches noch nicht verstanden hat, wird es höchste Zeit, dass Sie darauf hinweisen.

Es gibt aber auch Kinder, die sich erst einmal nochmals alles erklären lassen wollen; sie wollen sich selbst vergewissern, dass sie es richtig machen. Hier genügen oft schon kleine Hinweise: „Überleg noch einmal!“ Oder: „Lies noch einmal die Aufgabe durch!“ – So machen wir es in der Schule auch.

In den Fällen, in denen Kinder noch intensivere Übung brauchen, zum Beispiel im Lesen oder Rechtschreiben, führen wir mit Ihnen ein Gespräch und binden Sie, wenn möglich, ein.

Nachhilfelehrer finden Sie hier

 

 

Schreib einen Kommentar

Deine Mail Adresse wird nicht Sichtbar. Pflichfelder: *